B.A.R.F.= Biologisch artgerechtes rohes Futter
Futter, das aus frischen Zutaten zusammengestellt und roh verfüttert wird. Hunde sind Fleischfresser. Viele Fertigfutter haben einen hohe Getreideanteil und verursachen bei unseren Hunden viele Probleme. Oft werden durch den fehlenden Schlüsselreiz Fleisch zu wenig Magensäfte produziert. Bakterien können nicht richtig abgetötet werden, es kann zu Durchfall, Magendrehungen oder auch Befall durch Parasiten kommen. Bei zu viel Getreide kann die Bauchspeicheldrüse überfordert sein und zu wenig Enzyme herstellen, welche aber für die Verdauung sehr wichtig sind.
Vorteile des Barfen
· Kaum Zahnstein
· Kleinere Kotmengen
· Kaum Hundegeruch
· Weniger Parasiten
· Starkes Immunsystem
· Bessere Muskulatur
· Starke Bänder und Sehnen
· Erleichterung bei arthritischen Erkrankungen
· Weniger Wachstumsprobleme
· Sehr geringes Risiko von Magendrehung
· Schönes, glänzendes Fell
Wissenswertes:
Das Füttern von Knochen, somit das Kauen, ist wichtig für die Zahnpflege ihres Vierbeiners. Fleisch und Getreide sollten sie nach Möglichkeit nicht mischen, da hierdurch Blähungen entstehen können. Sie sollten die Futtermenge eines ausgewachsenen Hundes immer auf mind. 2 Mahlzeiten verteilen. Soweit ihr Hund dies verträgt, sollten sie regelmäßig einen Tag ohne Fleisch, also nur Flocken oder Gemüse füttern und auch ab und an mal einen Fastentag im Anschluss an den fleischlosen Tag einlegen. Gemüse können sie alleine oder zum Fleisch dazu geben. Es müssen nicht bei jeder Mahlzeit alle lebenswichtigen Nährstoffe gefüttert werden. Eine ausgewogene Ernährung ihres Hundes geht über den Zeitraum von mehreren Wochen. Es ist also nicht schlimm, wenn ihr Hund mal eine zeitlang etwas einseitig isst. Füttern sie Getreide, rate ich immer zu glutenfreiem Getreide z.B. Quinoa, Amarant, Mais, Reis, Buchweizen.
Das können sie alles füttern:
Getreide/Milchprodukte:
· Hafer
· Gerste
· Hirse
· Amaranth
· Buchweizen
· Grünkern
· Quinoa
· Reis
· Roggen
· Weizenkleie
· Kokosflocken
· Maisgrieß oder -flocken
· Buttermilch
· Ziegenmilch
· Joghurt
· Hüttenkäse
· Dickmilch
Fleisch:
· Rind: Muskelfleisch, Herz, Milz, Niere, Pansen,
Blättermagen, Leber, Schlund, Kopffleisch,
alle Knochen insbesondere die Weicheren
· Lamm/Ziege/Pferd/Wild: Wie Rind
· Huhn: Ganze Hühner, Hälse, Rücken nur roh!!
· Fisch: Ganze Fische nur roh
· Eier: Mit Schale, roh
· Innereien nur ein-zwei mal pro Woche...
· Pansen/Blättermagen: 2-3 X pro Woche
· Schweinefleisch abkochen!
Gemüse:
Immer püriert! Hunde können Zellulose nicht gut verdauen. Pflanzliche Zellwände bestehen aber aus Zellulose. Somit müssen wir diese Zellwände zerstören. Also das Gemüse kochen, einfrieren oder leicht anzudünsten (Enzym und Vitaminverlust), am Besten aber Gemüse/Grünpflanzen roh pürieren.
· Salate
· Möhren
· Zuchinni
· Broccoli
· Keimlinge
· Pastinake
· Sellerie
· Kartoffeln (gekocht)
· Je grüner je besser
Obst:
· Äpfel
· Beeren
· Bananen
· Birnen
· Pflaumen
· Apfelsinen
· Erdbeeren
· Kiwis usw.
· Obst in kleinen Mengen!
Die Futtermenge ist sehr unterschiedlich und hängt von verschiedenen Faktoren ab: Alter, Rasse, Aktivitäten, Klima, usw. In der Regel benötigt der Hund 2 % seines Körpergewichts an Futter pro Tag. Körpergewicht x 0,02 = Menge in kg, die der Hund benötigt.
Davon sollten 60–75 % Fleisch/ Knochen sein und 25-40 % Gemüse, Innereien und andere Zutaten. Das wären für einen 30kg Hund 360–450 g Fleisch sowie RFK (rohe, fleischige Knochen) und 150–250 g Gemüse/Innereien und Sonstiges. Dies ist aber nur eine Richtlinie!
Welpen/Junghunde brauchen etwas mehr:
Welpe mittelgroßer Rasse bis 6 Monate KM x 0,02 x 2 = Futtermenge
Welpe großer Rasse, sehr aktiv bis 6 Monate KM x 0,02 x 2,5 = Futtermenge
Junghund bis 12 Monate KM x 0,02 x 1,5 = Futtermenge
„Entgiftung" durch Barf?!?!
Bei der Umstellung auf Barf kommt es oft zu einer Art "Entgiftung". Das äußert sich verschieden: Durchfall, Schleim im Kot, Juckreiz, Hautprobleme, Ohren- und Augenausfluss, Erbrechen oder übler Geruch.
Während dieser Zeit sollte man zusätzlich das Immunsystem stärken. Der Entgiftungsprozess kann langwierig und schlimm aussehen, aber Durchhalten lohnt sich!
Zusätze
Nur einige Nahrungsergänzungsmittel halte ich für notwendig:
Vit. C (Vit. C stärkt das Immunsystem, hilft bei arthritischen Beschwerden und ist notwendig für den Knorpel- und Knochenaufbau. Überdosierung kann Durchfälle verursachen; in diesem Fall muss reduziert werden) und Vit. E (Antioxidantien, z.B. Hagebutten); Meeresalgen (Spurenelemente, vor allem Jod; und essentielle Fettsäuren) wegen erhöhter Umweltbelastungen und Stress.
Kräuter gehören zur normalen Ernährung dazu und sollten in kleinen Mengen beigefüttert werden. Sie sind gute Lieferanten von Vitaminen, und Mineralien, Alfalfa (Luzerne) enthält die Vitamine A, B 1, B 6, B 12, C, D, E, K und U, Beta-Karotin, Pantothensäure, Biotin, Folsäure, Kalzium, Phosphor, Kalium, Magnesium, Eisen, Zink, Kupfer, Aminosäuren und Spurenelemente. Es hilft bei der Geweberegeneration, wirkt antibakteriell, hilft bei der Entgiftung, Darmproblemen, Diabetes und Arthrosen. Sie können für Ihren Hund auch frische Wildkräuter bei Ihren täglichen Spaziergängen sammeln.
Haut, Fell, Köpfe oder Blut sollte auch Bestandteil sein, denn gerade diese Teile enthalten viele Fette, Mineralien und Spurenelemente. Algen werden eingesetzt bei Darmproblemen, Durchblutungsstörungen, Jodmangel, Arthrosen, Hautproblemen und als Nahrungsergänzung zur Gesundheitsvorsorge. Neuseeland Grünlipp Muschelextrakt enthält neben Mineralstoffen, Spurenelementen und wertvollen Aminosäuren einen ungewöhnlich hohen Anteil an GAGs (Glycosaminglykane), die die Regeneration von Knorpel und Bindegewebe fördern, sehr gut bei Problemen mit Bänder, z.B. Kreuzbandriss. Probiotische Kulturen (z.B. Joghurt),sind nützliche Milchsäurebakterien. Sie können die natürliche Balance der Darmflora beeinflussen und die natürlichen Abwehrkräfte verbessern. Öle mit einem hohen Omega-3-Fettsäuregehalt ( z.B. sehr hoher Anteil in Fischöl und Leinsamenöl). Weitere Öle die man füttern kann sind: Distelöl, Olivenöl, Maisöl und Sonnenblumenöl. Schwarzkümmel-, Nachtkerzen- und Hanföl enthalten auch Gammalinolensäure,
Calzium, Phosphor
Der Calzium-Phosphor-Gehalt von Hundefutter sollte nach neuen Erkenntnissen, die 2006 von dem NRC (National Research Council) veröffentlich worden sind, bei einem erwachsenen Hund ca. 50 mg Ca/kg Körpergewicht/Tag betragen. Bei einer ausreichenden Knochenfütterung ist das kein Problem.
Calziumersatz bei Fütterung ohne Knochen
Meersalgen, Alfalfa, Melasse, Sesampaste, Amaranth, Mandeln, Petersilie, Feigen, Löwenzahn, Kresse, Broccoli, Ahornsirup, Spinat, Holunderbeeren, Salat, Brennnessel, Erbsen, Radieschen, Hagebutten.
Calziumzitrat.
Sollten sie noch weitere Frage haben, dann schreiben sie mir einfach eine E-Mail an: info@dogsloveshop.de. Ich werde ihnen schnellstmöglich antworten und versuchen alle Fragen zu beantworten.






